An Ecology of Moralizing (25.06.)

In diesem Workshop möchten wir persönliche Erfahrungen mit dem Moralisieren – seien sie nun positiv oder negativ – diskutieren und ein queeres Projekt vorschlagen, bei dem es darum geht, durch ein besseres Verständnis und die praktische Anwendung des Moralisierens die Moral zu stärken.

An Ecology of Moralizing 
Ein partizipativer Vortrag und Workshop von Kilian Jörg (und Alexis Shotwell, in Abwesenheit) 

Donnerstag, 25. Juni um 18:00

Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, dass du moralisiert hast, ob du es wolltest oder nicht? Als du als Vorbild für ökologisches Verhalten auftratst oder einfach nur ein genervtes Gesicht bei einer rassistischen oder sexistischen Bemerkung gemacht hast?

Moral und Moralisieren galten lange Zeit als Domäne der Konservativen und der prüden Privilegierten mit zusammengepressten Lippen. Das wurde gegen uns Queers und Progressive ins Feld geführt. Doch in letzter Zeit scheint sich das geändert zu haben. Konservative geraten zunehmend in Panik angesichts dessen, was sie als „woke“ Moralisieren und Belehren wahrnehmen. Darüber hinaus lassen sich faschistische Bewegungen wie der Trumpismus – zumindest teilweise – als Rebellion gegen dieses wahrgenommene Moralisieren verstehen.

Wie sind wir an diesen Punkt gekommen? Ist es tatsächlich schlecht, darüber zu sprechen, wie wir gut zusammenleben könnten?

Wir wollen uns mit der Peinlichkeit moralisierender Impulse auseinandersetzen und erforschen, was körperlich in uns, zwischen uns und um uns herum geschieht, wenn wir moralisieren – oder beschließen, nicht zu moralisieren. Ausgehend von Filmen wie „Pride“ (in dem die Stärkung der Moral ein wesentlicher Bestandteil der Bündnisse zwischen Bergarbeitern auf dem Land und Queers in der Stadt ist) wollen wir über die Rolle des Moralisierens in unserer Gesellschaft nachdenken. Wir wollen über inklusivere Formen der gemeinsamen Gestaltung von Sitten (= die etymologische Wurzel von „Moral“, die so viel wie „Bräuche“ bedeutet) spekulieren, um in Zeiten des aufkommenden Faschismus und der moralischen Verkommenheit der kapitalistischen Elite eine offenere und widerstandsfähigere Gesellschaft aufzubauen.

In diesem Workshop möchten wir persönliche Erfahrungen mit dem Moralisieren – seien sie nun positiv oder negativ – diskutieren und ein queeres Projekt vorschlagen, bei dem es darum geht, durch ein besseres Verständnis und die praktische Anwendung des Moralisierens die Moral zu stärken.

🖼️ Vortrag, Workshop

📅 Wann? 25.06. um 18:00

💬 Sprache: Englisch

📍 Wo? QUEER MUSEUM VIENNA | Baumgartner Höhe 1, 1140 Vienna

📩 Keine Anmeldung notwendig

💶 Freier Eintritt, Spenden sind willkommen


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